Pressemitteilung vom 18.03.2013

Gemeinsame Auftaktveranstaltung der baden-württembergischen Freilichtmuseen im Freilichtmuseum Beuren

Zu ihrem gemeinsamen Saisonstart treffen sich die Akteure der sieben Freilichtmuseen Baden-Württembergs am Sonntag, dem 24. März, im Freilichtmuseum Beuren (Landkreis Esslingen). Unter dem Motto „Die 1920er-Jahre auf dem Land“ bieten die regionalen ländlichen Freilichtmuseen ein lebendiges Programm mit Vorführungen, Aktionen und Informationen rund um die bewegte Epoche zwischen den Weltkriegen. Wer in der Mode der damaligen Zeit erscheint, hat freien Eintritt. Mit dabei ist auch das SWR-Fernsehen mit der Sendung „Treffpunkt“.



 

Beuren – Zu ihrem großen Saisonauftakt unter dem Motto „Die 1920er-Jahre auf dem Land“ präsentieren sich die sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg am Sonntag, 24. März 2013, von 11.00 bis 17.00 Uhr gemeinsam im Freilichtmuseum Beuren des Landkreises Esslingen. „Für unsere Besucherinnen und Besucher machen wir an diesem Tag die Geschichte lebendig – mit informativen Vorführungen, unterhaltsamen Mitmachaktionen und kulinarische Leckereien“, betont der Biberacher Landrat Dr. Heiko Schmid in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft.

 

Mechanisierung und Elektrifizierung

Prägend für die 20er-Jahre war die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Elektrifizierung des Alltags auch auf dem Land. Diesen Umstand veranschaulichen die Freilichtmuseen durch Arbeitsvorführungen von Oldtimer-Traktoren und landwirtschaftlichen Maschinen aus dieser Zeit. Auch die Liebhaber historischer Automobile und Motorräder werden garantiert auf ihre Kosten kommen. Ebenso beeindruckend: Vorführungen rund um damalige Elektromotoren und Transmissionen. Die Mobilitätsfreude der damaligen Zeit zeigen Mitglieder des Fahrradclubs Oberschwaben.

 

Musik & Speis & Trank wie einst

Klangliche Eindrücke aus den 20er-Jahren dürfen natürlich nicht fehlen. So verbreitet swingende Livemusik das Flair der 20er, während prägnante Ausstellungen zum Thema „Grammophone und Schellackplatten“ und zur „Musik der 1920er-Jahre“ die Musikmedien dieser Zeit vorstellen.

Wer viel schafft und tanzt, will auch ordentlich essen! Warum nicht nach Art der 20er? Ein historischer Kartoffeldämpfer beweist, dass sich mit ihm hervorragend Kartoffeln für einen leckeren Imbiss zwischendurch garen lassen. Gänzlich 20er und seit dieser Zeit aus keiner Küche mehr wegzudenken sind Fertiggerichte und Zutaten von Maggi, Knorr und Co. Die Besucher können einfach mal probieren, wie die 20er-Jahre demgemäß schmecken. Wer es lieber mit handgemachten Speisen hält, ist bei leckeren Eintopf- und Kartoffelgerichten, Rosenküchle oder Spezialitäten aus dem Backhaus bestens bedient! Die durstige Kehle lässt es sich danach mit einem prickelnden Getränk befeuchten, das in den 1920er-Jahren erfunden wurde: das Kristallweizen aus dem Hause „Farny“ – Prost! Oder darf es doch lieber der für die 1920er-Jahre typische Malz- und Zichorienkaffee – frisch aufgebrüht, versteht sich! – sein?

 

Ein lebendiges Begleitprogramm

Das Marktleben der 1920er-Jahre ist beim gemeinsamen Saisonstart der Freilichtmuseen natürlich auch ein Thema. Was haben die Menschen damals für eine Produktauswahl gehabt? Ein Marktstand mit Originalprodukten von einst und das Beurener Tante-Helene-Lädele zeigen es ganz anschaulich. Hier hätte sicher auch der Dorfbüttel eingekauft, der ganz zeittypisch, das Neueste von damals ausruft. Ihn begleiten Fußgänger, die im Stile der 1920er-Jahre gekleidet sind.
An welchen Spielen hatten die Kinder in den 1920er-Jahren ihren Spaß? Die Besucher des Freilichtmuseums können dies beim Sackhüpfen, Stelzenlaufen oder Murmelspiel auf vergnügliche Weise selbst erleben. Natürlich dürfen kleine, von den Kindern selbst gebastelte Erinnerungsstücke nicht fehlen: „Mein kleiner grüner Kaktus“ hallte es nicht nur aus den Radiogeräten der 20er, sondern einen solchen können Kinder aus Holz oder Stoff fertigen und zudem Ostereier mit Naturfarben färben.

Auf dem Museumsgelände informieren die sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen die Besucher über ihr aktuelles Jahresprogramm. Mit dabei beim großen Saisonauftakt der Freilichtmuseen ist auch das SWR-Fernsehen mit dem bekannten Fernsehmoderator Martin Häußermann und mehreren Kamerateams, um einen „SWR-Treffpunkt“ zu produzieren. Die Sendung wird am Ostersonntag, dem 31. März, um 18.45 Uhr im Südwestfernsehen Baden-Württemberg ausgestrahlt und von Gerd Motzkus moderiert.

 

Hintergrund

Mit gut 650.000 Besuchern jährlich zählen die sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg  zu den beliebtesten Kultur- und Freizeiteinrichtungen des Landes. Zu ihnen gehören das Odenwälder Freilandmuseum  Walldürn-Gottersdorf, das Hohenloher Freilandmuseum Schwäbisch Hall-Wackershofen, das Freilichtmuseum Beuren, das Schwarzwälder Freilichtmuseum Gutach, das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck, das Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach sowie das Bauernhaus-Museum Wolfegg. An verschiedenen Terminen der Saison 2013 werden Vorführungen und Aktionen zum Jahresthema geboten.

Die neu aufgelegte Informations-Broschüre der „Sieben im Süden“ informiert über die sieben Freilichtmuseen und insbesondere auch über ihre wichtigsten Veranstaltungen 2013 im Jahresüberblick. Sie ist in jedem der Museen oder beim Info-Service (kostenlose Info-Nummer 0800 768 73 36) der Freilichtmuseen gratis erhältlich. Infos zu den sieben baden-württembergischen Freilichtmuseen auch unter der ab April neu konzipierten Homepage www.landmuseen.de.

 

Pressemitteilung als Download:

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