Pressemitteilung vom 16. Februar 2015

Bei der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Sieben im Süden blicken die Freilichtmuseen auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Fördermittel des Landes werden um 150.000 Euro erhöht.

Freilichtmuseen in Baden-Württemberg blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück – Fördermittel des Landes werden um 150.000 Euro erhöht

 

Stuttgart – Die steigenden Besucherzahlen der Freilichtmuseen sowie die finanzielle Förderung durch das Land waren die Hauptthemen der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der sieben ländlich regionalen Freilichtmuseen von Baden-Württemberg am vergangenen Montag in Stuttgart. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises, setzte sich zusammen mit den Museumsverantwortlichen im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst für eine Mittelerhöhung und damit für eine nachhaltige finanzielle Basisförderung der Freilichtmuseen durch das Land ein. Staatssekretär Jürgen Walter zeigte sich erneut zufrieden damit, dass das Ministerium  eine Aufstockung der jährlichen Fördermittel für alle sieben Einrichtungen von rund 600.000 Euro auf 750.000 Euro zusagen konnte. Mit diesen Mitteln werden Hausversetzungen,  Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an den historischen Gebäuden sowie Kulturprogramme subventioniert.     

 

Die sieben Freilichtmuseen in Walldürn-Gottersdorf, Schwäbisch Hall-Wackershofen, Beuren, Gutach, Neuhausen ob Eck, Bad Schussenried-Kürnbach und Wolfegg können dabei auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken: Mit insgesamt über 654.000 Besuchern verzeichneten die „Sieben im Süden“ ein Besucherplus von rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr und erzielten das beste Jahresergebnis seit sieben Jahren. Ein Rekordergebnis konnten die Freilichtmuseen auch im Bereich der museumspädagogischen Programme verbuchen: Über 5.000 museumspädagogische Programme für Schulklassen und Erwachsenengruppen belegen die Attraktivität dieser Museen als außerschulische Lernorte und beliebte Ausflugsziele für Jung und Alt.

 

„Damit befinden sich die Freilichtmuseen auf einem Niveau, dass nur ein sehr kleiner Kreis an Museen erreicht“, betonte der Vorsitzende Scherer. Die Freilichtmuseen würden dabei im Hinblick auf ihren Personal- und Betriebsmittelbedarf sehr effizient arbeiten und mit geringen Fördergeldern auskommen. Gleichzeitig werde der laufende Betrieb infolge des zunehmenden Sanierungsbedarfs am Gebäudebestand sowie aufgrund des aufwändigeren Veranstaltungsprogramms immer kostenintensiver. „Die Freilichtmuseen stellen eine feste Größe in der Kulturlandschaft Baden-Württembergs dar und haben sich als Kulturzentren des Ländlichen Raums längst etabliert.“

Auch Staatssekretär Walter würdigte im Rahmen der Tagung den besonderen Stellenwert der Freilichtmuseen: „Die Freilichtmuseen spielen eine wichtige Rolle bei der kulturellen Bildung, weil sie außerhalb der städtischen Ballungsräume breite Bevölkerungsschichten in allen Altersstufen erreichen, vor allem Familien mit Kindern. Dies ist ein Pluspunkt, mit dem die Freilichtmuseen für sich werben können“.

 

Auch in 2015 werden die „7 im Süden“ wieder gemeinsame Marketingprojekte sowie ein abwechslungsreiches Jahresprogramm mit vielen bewährten und neuen Veranstaltungen präsentieren. Die große Saisoneröffnung der Freilichtmuseen findet zum Jahresthema „Wald“ am 29. März im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach statt. Die Veranstaltung in Kooperation mit dem SWR-Fernsehen bietet informative wie vergnügliche und unterhaltsame Aktionen und beleuchtet die unterschiedlichen Aspekte von Wald. Die Besucher treffen auf historische Wald- und Holzhandwerke und können an Mitmachaktionen teilnehmen. Höhepunkt des Tages ist die Krönung der Baden-Württembergischen Waldkönigin, die Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, zusammen mit Landrat Frank Scherer vornehmen wird.

 

Mehr Informationen zur Saisoneröffnung und dem Jahresprogramm unter www.landmuseen.de

 

Bild: Im Rahmen der Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft der sieben Freilichtmuseen in Baden-Württemberg in Stuttgart tauschten sich Staatssekretär Jürgen Walter, Ministerium Wissenschaft, Forschung und Kunst (5. von links), sowie Vorsitzender Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises (4. von links), zusammen mit den Museumsverantwortlichen über die finanzielle Situation der Freilichtmuseen aus.