Pressemitteilung über die Jahresversammlung sowie den Saisonstart 2016

Kurz vor Saisonstart blicken die Freilichtmuseen in Baden-Württemberg mit ihrem Vorsitzenden erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Bei der Jahresversammlung wurde Thomas Naumann, der Leiter des Odenwälder Freilichtmuseums, in den Ruhestand verabschiedet. Die "Sieben im Süden" kündigen zudem ein gemeinsames Ausstellungsprojekt an.

Walldürn-Gottersdorf  – Am Donnerstag, den 10. März, fand in Walldürn-Gottersdorf die Jahresversammlung der sieben regionalen ländlichen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg statt. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf die vergangene Saison, die Finanzierung der Museen durch das Land Baden-Württemberg sowie die Planung eines gemeinschaftlichen Ausstellungsprojekts.

Bei dem Treffen im Odenwälder Freilandmuseum Walldürn-Gottersdorf blickte der Vorsitzende der AG, Landrat Frank Scherer, erneut auf eine erfolgreiche Saison zurück: Rund 650.000 Gäste besuchten von Ende März bis Anfang November 2015 die sieben Freilichtmuseen. Während der Besucherrekord des Jahres 2014 knapp verfehlt wurde, konnten die Buchungszahlen mit über 5.300 Führungen und museumspädagogischen Programmen für Schulklassen und Erwachsenengruppen gesteigert werden.

Von zentraler Bedeutung im vergangenen Jahr war für die Freilichtmuseen ein Treffen im Herbst mit Staatssekretär Jürgen Walter im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK). Auf Initiative des AG-Vorsitzenden Landrat Frank Scherer trafen sich die Museumsträger, um über die Förderung der Freilichtmuseen durch das Land Baden-Württemberg zu sprechen. Der Fachausschuss der „Sieben im Süden“ bezog dabei konkret Stellung: Er fordert die Erhöhung der Fördermittel von 750.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro bzw. 2% der Landesausgaben für Museen und Ausstellungen bei gleichbleibenden Förderbedingungen. Die Fördermittel dienen der Erhaltung der Häuserbestände und künftigen Translozierungsprojekten. Damit soll die offensichtliche Unterfinanzierung der Freilichtmuseen abgefedert werden. Auch wenn eine konkrete Zusage nicht sofort zustande kam, war es den Museumsträgern wichtig, auf die wertvolle Arbeit der Freilichtmuseen aufmerksam zu machen.

Nach dem sehr erfolgreichen gemeinschaftlichen Ausstellungsprojekt „Dorf unterm Hakenkreuz“ 2009, soll es erneut ein Projekt geben, an dem alle sieben Freilichtmuseen beteiligt sind. „Anders. Anders? Ausgrenzung und Integration auf dem Land“ setzt sich in sieben Einzelausstellungen und einem gemeinschaftlichen Teil mit dem Leben unterschiedlicher Minderheiten auf dem Land in Baden-Württemberg auseinander. Der Ausstellungszeitraum startet mit der Saison 2017. Zum Auftakt findet im Mai 2017 eine wissenschaftliche Tagung zu diesem Thema im Hohenloher Freilandmuseum Schwäbisch Hall-Wackershofen statt. Auch eine Publikation ist geplant.

Das Ende einer Ära steht der AG im Juli 2016 bevor. Nach mehr als 33 Jahren verabschiedet sich Thomas Naumann, der Leiter des Odenwälder Freilandmuseums Walldürn-Gottersdorf, in den Ruhestand. Sein Name ist untrennbar mit dem Museum verbunden. Thomas Naumann war bereits 1983 als wissenschaftlicher Leiter am Aufbau des Museums beteiligt und wurde bei der Eröffnung 1990 dessen Leiter. Zudem trat er über 10 Jahre lang als AG-Sprecher unermüdlich für die Belange der Sieben im Süden ein.

Derzeit sind die Museen mit den Vorbereitungen für den Saisonstart beschäftigt: In nur 10 Tagen, am Sonntag, dem 20. März 2016, findet die gemeinsame Saisoneröffnung im Oberschwäbischen Museumsdorf Kürnbach statt. Mit einer Mischung aus Vorführungen und Ausstellungen zu Alltagsleben, Landtechnik, Mobilität und Handwerk sowie Tanz, Musik und Unterhaltung schicken die „Sieben im Süden“ ihre Besucher auf eine unvergessliche Zeitreise in „die 1960er-Jahre auf dem Land“.

Mehr Informationen zur Saisoneröffnung und dem Jahresprogramm unter www.landmuseen.de